AnnexCREATE · Verzeichnis · Handbücher · AnnexDesign

AnnexDesign – Handbuch

1. Überblick

AnnexDesign ist die Vektor-Design-App der AnnexCREATE-Suite für macOS. Sie richtet sich an Freelancer, Selbständige und kleine Agenturen und deckt den Weg vom Entwurf über Freigabe und Versionierung bis zum druckfertigen Export ab.

Kernnutzen:

AnnexDesign ist Teil des Creative-OS-Gedankens der Suite: Alle Apps teilen das Design-System, das gemeinsame Dokument-Containerformat, lokale Datenhaltung (Offline-first) und lassen sich modular kombinieren – über Brandkits, die Asset-Bibliothek, die Suite-Zwischenablage und offene Exportformate.

2. Installation & Aktivierung

AnnexDesign wird über AnnexHub installiert:

  1. AnnexHub öffnen und AnnexDesign im App-Katalog auswählen.
  2. Download abwarten, die App landet im Programme-Ordner.
  3. Die Lizenzaktivierung erfolgt zentral in AnnexHub; eine Offline-Aktivierung ist möglich.

Die App arbeitet Offline-first: Sie läuft vollständig ohne Serververbindung. Der optionale Team-Workspace-Sync nutzt eine konfigurierbare Server-Verbindung; er ist nie Voraussetzung. iCloud-Sync ist nicht verdrahtet.

3. Grundworkflow

  1. Neues Dokument: AnnexDesign startet mit einer leeren Arbeitsfläche (Artboard auf dem Canvas).
  2. Formen erstellen: In der Werkzeugleiste Rechteck, Ellipse, Polygon oder Stift wählen und per Klick/Drag auf dem Canvas zeichnen.
  3. Gestalten: Im Inspector Füll- und Konturfarben, Konturstärke, Deckkraft, Blend-Mode und Effekte setzen – mit der vereinheitlichten Palette aus Dokument- und Brandkit-Farben.
  4. Ordnen: Ebenen in der Sidebar gruppieren, sichtbar schalten und sperren; Smart Guides unterstützen beim Ausrichten.
  5. Versionieren: Einen Checkpoint im Versionen-Panel setzen, um den Stand zu sichern.
  6. Freigeben (optional): Eine Freigabeanfrage mit Prüfer und Fälligkeitsdatum im Freigabe-Panel anlegen.
  7. Exportieren: Ablage ▸ Exportieren… öffnet das Export-Modal mit Voreinstellungen (Web, Druck, Teilen, Transparent) und Format PNG/SVG/PDF.
  8. Speichern: Ablage ▸ Speichern (⌘S) sichert das Dokument als .axd; Ablage ▸ Speichern unter… (⌘⇧S) unter neuem Namen.

4. Kernfunktionen

4.1 Arbeitsfläche und Menüleiste

Das Fenster folgt dem Suite-Design-System: drei Spalten (Sidebar mit Assets, Ebenen, Freigabe und Historie; Canvas mit Artboard; kontextsensitiver Inspector), transparente Titlebar und themefähiges Design (hell/dunkel/System). Die Menüleiste (Ablage) enthält:

Undo (⌘Z) und Redo (⌘⇧Z) liegen in der Werkzeugleiste. Dieselben Befehle stehen zusätzlich als Schnellmenüs im App-Header: „Exportieren" (PNG exportieren, SVG exportieren, PDF exportieren, .axd speichern) und „Importieren / Laden" (Datei importieren..., Bild importieren, SVG importieren, PDF importieren, QR-Code einfügen..., .axd laden). Seit Etappe 0.7.3.D ist jeder dieser Befehle auch über die Menüleiste erreichbar — vorher gab es sie nur in der Kopfzeile, und ein Kopfzeilenmenü lässt sich weder über ein Tastenkürzel noch über die Menü-Suche oder die Tastatursteuerung anlaufen. Die Oberfläche ist vollständig in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch lokalisiert.

4.2 Zwei Arbeits-Personas

Die Persona „Design" bietet die Vektor-Werkzeuge; die Persona „Pixel" Pinsel und Radierer (DesignPersona). Werkzeugleiste und Inspector passen sich der gewählten Persona an.

4.3 Vektor-Werkzeuge

Sieben Werkzeuge (DesignTool): Auswahl, Rechteck, Ellipse, Polygon, Stift (Bézier-Pfad), Text und Verbinden. Objekte werden per Klick/Drag auf dem Canvas erzeugt und verschoben.

4.4 Ebenen und Gruppen

Die Ebenen-Verwaltung (LayersView, DesignDocument) unterstützt hierarchische Gruppen (gruppieren/aufheben), Sichtbarkeits- und Sperr-Schalter, Mehrfachauswahl (⌘/⇧) und Marquee-Auswahl. Undo/Redo (⌘Z/⌘⇧Z) arbeitet mit einstellbarem Limit.

4.5 Ausrichtung, Smart Guides und Hilfslinien

Beim Verschieben zeigen Smart Guides (SmartGuideService) Ausrichtungen an und rasten auf Artboard-Kanten/-Mitte, andere Ebenen und Hilfslinien ein. Hilfslinien und Satzspiegel liegen auf einer nicht exportierten Konstruktionsebene mit eigenem Editor (GuidesEditorSheet).

4.6 Inspector

Der kontextsensitive Inspector (InspectorView) bietet Transform-Felder (X/Y/Breite/Höhe, Maßeinheit wählbar), Füll-/Konturfarben, Konturstärke, Deckkraft, 16 Blend-Modes, nicht-destruktive Ebenen-Effekte (Gaußscher Weichzeichner, Schlagschatten), Textstil (Schriftgröße, -gewicht, Ausrichtung, Kursiv, Zeilenhöhe) sowie Text-auf-Pfad. Die Farbpalette vereinheitlicht dokumenteigene Farben und Brandkit-Farben.

4.7 Design-Stile

Design-Stile (DesignStyle) sind dokumentweite, nicht-destruktive Stil-Filter – Skizze, Blaupause, Monochrom, Neon. Sie sind identisch in Live-Vorschau, PNG- und PDF-Export.

4.8 Farbverläufe

Lineare (mit Winkel) und radiale Gradient-Füllungen (GradientFill) mit beliebig vielen Farbstopps (Position 0–1 + Farbe). Der Stopp-Editor im Inspector erlaubt Hinzufügen, Entfernen, Farbe und Position. Gradients rendern auf dem Canvas und werden im SVG-Export als echte <linearGradient>/<radialGradient>-Defs geschrieben; das Format bleibt abwärtskompatibel (Vollton ist Default).

4.9 Connectors und Diagramme

Mit dem Verbinden-Werkzeug ziehst du gerichtete Verbindungen zwischen Ebenen (Connector). Sie sind orthogonal geroutet und nicht-destruktiv – sie folgen den Ebenen beim Verschieben, z. B. für Organigramme und Mindmaps.

Eine Verbindung löst du über Objekt ▸ Verbindungen entfernen oder über das Kontextmenü der Ebene; beides entfernt alle Verbindungen, die an der Auswahl hängen. Löschst du eine Ebene, gehen ihre Verbindungen mit. Grenze: ⌘Z holt eine entfernte Verbindung nicht zurück – die Historie führt Ebenen, nicht Verbindungen.

4.10 Pixel-Persona

In der Pixel-Persona steht ein konfigurierbarer Pinsel (Brush) mit Größe, Härte, Deckkraft und runder/eckiger Spitze bereit, in den Modi Malen und Radieren, mit Pinsel-Cursor auf echten RGBA-Pixel-Ebenen (PixelRenderService).

4.11 QR-Code-Generator

Über „Importieren / Laden ▸ QR-Code einfügen..." (QRCodeSheet) erzeugst du QR-Codes aus URL oder Text mit Fehlerkorrektur-Level und Vorder-/Hintergrundfarbe – als gruppierte Vektor-Module direkt auf dem Canvas.

4.12 Freigabe-Workflow

Das Freigabe-Panel (ApprovalPanel) verwaltet Freigabeanfragen mit Prüfer und Fälligkeitsdatum, Revisionen mit Notizen, visuelle Anmerkungen als Canvas-Marker (mit Hover-Detail) und Kommentare. Eine Anmerkung legst du auf drei Wegen an: im Kontextmenü direkt am Objekt (der Marker landet in dessen Mitte), über Objekt ▸ Anmerkung hinzufügen… oder über die Taste im Freigabe-Panel. Sie hängt an der jeweils letzten Revision – ohne laufende Freigabe oder ohne Revision sagt die App, was zuerst fehlt. Der Status durchläuft Entwurf / In Prüfung / Freigegeben / Abgelehnt – alles wird im Dokument persistiert. Eine Freigabe ist als Austauschformat exportierbar (ApprovalExchange, AnnexInteropKit).

4.13 Versionierung

Das Versionen-Panel (DesignVersionsPanel, VersionManifest) bietet manuelle Checkpoints (Snapshots im .axd-Container), Wiederherstellen früherer Versionen und Freigabe-Runden pro Version. Ein zentraler Versions-Index und der offline-first Team-Workspace-Sync mit konfigurierbarer Server-Verbindung ergänzen die lokale Versionierung.

4.14 Historie-Panel

Das Historie-Panel (HistoryPanel) listet alle Undo-Schritte mit Beschreibung und erlaubt den Sprung zu einem beliebigen Schritt.

4.15 Brandkits und Assets

Brandkits lassen sich pro Dokument verknüpfen (DesignBrandkitAssetsSection): Deren Farben erscheinen in der Palette, deren Assets in der Sidebar (AssetLibraryView). Assets oder Dateien kannst du per Drag & Drop direkt auf den Canvas ziehen; verknüpfte Assets bieten ein Kontextmenü („Im Finder zeigen", „In AnnexPhoto bearbeiten").

4.16 Suite-Zwischenablage

Ebenen lassen sich per ⌘C/⌘V app-übergreifend kopieren und einfügen (AnnexPasteboard, AnnexInteropKit) – z. B. eine Ebene aus AnnexDesign in AnnexPublish einsetzen.

4.17 Export und Druck

Ablage ▸ Exportieren… öffnet das einheitliche Export-Modal (ExportModalView, ExportViewModel): Voreinstellungen (Web, Druck, Teilen, Transparent), Format PNG/SVG/PDF, Skalierung 1x/2x/3x, DPI 72–600, Farbraum (RGB/CMYK/Graustufen), Hintergrund weiß/transparent, Qualität, Live-Vorschau und Dateigrößen-Schätzung. Drucken (⌘P) läuft über die gemeinsame Druckpipeline (AnnexPrintSheet) mit Papierformaten A4/A3/A5/Letter/Legal, Hoch-/Querformat, Skalierungsmodi und Rändern.

4.18 Automatisches Sichern und Einstellungen

Das stille Autosave sichert am bekannten Dateiort im einstellbaren Intervall – ohne Dialog. In den Einstellungen (⌘,) stellst du Erscheinungsbild (Hell/Dunkel/System), Undo-Limit, Smart-Guide-Fangen und -Schwelle, Maßeinheit, Autosave sowie Datenschutz (Telemetrie/Diagnostik) ein.

4.19 Symbole und Instanzen

Ein Symbol ist eine wiederverwendbare Komponente – eine Schaltfläche, ein Kopfbereich, ein Logo-Block. Markiere die Ebenen und lege im Panel „Symbole" (oder im Inspector unter „Symbol") mit „Symbol aus Auswahl" eine Vorlage an. Die markierten Ebenen bleiben als Instanz stehen. Ein Klick auf einen Eintrag im Panel fügt eine weitere Instanz ein.

Der Kern: Änderst du die Vorlage, übernehmen das alle Instanzen. Änderst du etwas an einer einzelnen Instanz – eine andere Farbe, ein anderer Text –, bleibt diese Abweichung erhalten, auch wenn die Vorlage sich später ändert. Die Instanz speichert nicht ihren Inhalt, sondern die Vorlage plus die Liste dessen, was bei ihr anders ist. Eine individualisierte Instanz erkennst du im Inspector am + hinter dem Vorlagennamen (Schaltfläche+) – dieselbe Schreibweise wie bei den Formatvorlagen in AnnexText und AnnexPublish, und dasselbe Modell dahinter.

Im Inspector-Bereich „Symbol-Instanz" stehen drei Befehle:

Befehl Wirkung
Auf Vorlage zurücksetzen verwirft die Abweichungen dieser Instanz
Vorlage aus Instanz aktualisieren übernimmt die Abweichungen in die Vorlage; alle anderen Instanzen ziehen nach und behalten ihre eigenen Abweichungen
Instanz lösen aus der Instanz wird eine gewöhnliche Gruppe; der Inhalt bleibt, die Verbindung endet

Ein Symbol zu löschen löst seine Instanzen – auf der Zeichenfläche geht nichts verloren.

Grenzen dieser Fassung: Verschachtelte Symbole sind nicht vorgesehen. Eine Instanz übernimmt die Größe ihrer Vorlage; sie als Ganzes zu skalieren geht nicht (einzelne Ebenen darin können in der Größe abweichen).

4.20 Auto-Layout für Diagramme

Bei Mehrfachauswahl erscheint im Inspector der Bereich „Auto-Layout". Er ordnet die Ebenen als Schichtlayout an – von oben (Organigramm) oder von links (Fluss/Mindmap), mit einstellbarem Schicht- und Knotenabstand. Die Verbindungen dafür sind die vorhandenen Connectors (siehe 4.9). Ist nichts Mehrfaches markiert, wirkt der Befehl auf alle Ebenen, die an einem Connector hängen; der Bereich sagt vorher, auf wie viele. Die Anordnung bleibt dort, wo das Diagramm vorher lag – sie springt nicht in die Ecke des Dokuments.

4.21 3D-Körper

Das Panel „3D-Körper" legt Software-3D auf die Zeichenfläche – ohne 3D-Hardware, die Körper werden in 2D-Polygone projiziert und schattiert:

Je Körper klappst du in der Liste Farbe, Tiefenwinkel und Tiefenskalierung auf; das Papierkorb-Symbol entfernt ihn.

4.22 Muster

Ein Muster ist eine Füllung aus wiederholten Elementen. Muster gehören zum Dokument – wie Farben und Verläufe: Sie stehen einmal im Panel „Muster", und Ebenen verweisen darauf. Änderst du ein Muster, ändern sich alle Flächen, die es benutzen.

Anlegen. „Neues Muster" legt ein Muster mit Punkten an. „Aus Auswahl" nimmt die markierte Form als Motiv – so wird aus einem gezeichneten Blatt, Stern oder Logo-Element eine Kachelfüllung. Das braucht eine Form (Rechteck, Ellipse, Polygon oder Pfad); bei Text, Bildern, Pixel-Ebenen und Gruppen bleibt der Knopf gesperrt und sagt warum.

Anwenden. Ebene markieren, im Panel auf den Musternamen klicken. Ein Haken zeigt, welches Muster an der Auswahl hängt; „Muster von Auswahl entfernen" nimmt es wieder weg, und die Fläche fällt auf ihre Farbe oder ihren Verlauf zurück.

Kachelung und Versatz. Der Pfeil links am Eintrag klappt die Einstellungen auf:

Einstellung Wirkung
Motiv Punkte, Quadrate, Dreiecke, Streifen, Gitternetz, Kreuze – oder die eigene Form aus „Aus Auswahl"
Kachelbreite / Kachelhöhe Größe einer Zelle in Punkten
Versatz X / Y verschiebt die gesamte Kachelung
Zeilenversatz versetzt jede zweite Zeile (0,5 = Ziegelverband)
Motivgröße wie viel der Zelle das Element ausfüllt
Drehung dreht die Kachelung
Motivfarbe / Kachelhintergrund Farbe des Elements und optional der Kachel

Wichtig zur Lage: Die Kachelung ist am Nullpunkt des Dokuments verankert, nicht am Objekt – wie ein Lineal-Ursprung. Zwei Flächen mit demselben Muster stehen dadurch im selben Raster. Verschiebst du eine Fläche, wandert das Muster darunter durch; willst du es mitschieben, verstelle den Versatz.

Muster werden in Arbeitsfläche, Vorschau, PNG, PDF und SVG gleich gezeichnet. Im SVG steht ein echtes <pattern> – Vektor, keine Rasterung.

Grenze: Der SVG-Export schreibt je Form die unterste Füllung (das ist seit jeher so, nicht neu mit den Mustern). Ein Muster auf einer höheren Füllung des Aussehen-Stapels erscheint deshalb in Arbeitsfläche, Vorschau, PNG und PDF, im SVG aber nicht.

4.23 Verzerren (Warp/Mesh)

Über den Inspector-Bereich „Verzerrung" legst du ein Gitter über eine Form und ziehst sie daran in Form.

  1. Gitter anlegen. Danach liegt ein Gitter aus Zellen über der Ebene; „Zellen waagerecht/senkrecht" stellt seine Feinheit ein (1 bis 8 je Achse). Beim Umstellen der Feinheit bleibt eine bereits gezogene Verformung erhalten – sie wird auf das neue Gitter übertragen.
  2. Ziehen. Auf der Arbeitsfläche erscheinen die Gitterpunkte als Anfasser. Jeder Zug ist genau ein Undo-Schritt. „Bearbeiten beenden" blendet die Anfasser wieder aus (ein Klick neben das Objekt tut dasselbe).
  3. Vorlagen. Bogen, Welle, Wölbung und Perspektive setzen eine Verformung als Startpunkt; danach lässt sich jeder Punkt weiter von Hand ziehen.
  4. Zurück. „Gitter zurücksetzen" stellt die Ausgangsform her und behält das Gitter, „Gitter entfernen" nimmt beides weg. Die Verzerrung ist nicht-destruktiv – die Ebene behält ihre Geometrie, auch über Sichern und Laden hinweg.

Was verzerrt wird und was nicht: Verzerren wirkt auf Formen – Rechteck, Ellipse, Polygon und Pfad. Text, Bilder, Pixel-Ebenen und Gruppen bleiben unverzerrt; der Bereich sagt das statt eine leere Bedienung zu zeigen. Der Grund ist keine Bequemlichkeit: Die Verzerrung sitzt in der Pfad-Geometrie, und diese Ebenentypen haben keine. Ein Bild „ungefähr" mitzuverziehen ginge auf Bildschirm, PNG und PDF – im SVG nicht. Dann sähe genau ein Ausgabeweg anders aus, und das ist ausgeschlossen.

Zwei weitere ehrliche Grenzen: Kurven werden für die Verzerrung in feine Geraden zerlegt (ein bilinear verzogener Bézier ist keiner mehr). Und Konturen behalten ihre Strichstärke – sie wird nicht entlang des Gitters mitgezogen.

In allen Ausgabewegen gleich: Die Verzerrung wird in den Umriss der Ebene hineingerechnet, aus dem Arbeitsfläche, Vorschau, PNG, PDF und SVG ihre Form nehmen. SVG kennt keine Mesh-Verzerrung als eigenes Merkmal; dort steht die bereits verzerrte Geometrie als gewöhnlicher <path> – vektoriell und in jedem Betrachter gleich.

4.24 Verknüpfte Objekte (Linked Objects)

Über Ablage ▸ Platzieren… (oder per Drag & Drop aus dem Finder) kannst du Bilder und Assets als verknüpftes Objekt einfügen. Im Platzieren-Dialog wählst du zwischen Verknüpft und Eingebettet. Verknüpfte Objekte bleiben als Referenz auf die Originaldatei erhalten und werden nicht in den .axd-Container kopiert.

In der Ebenenliste erkennst du verknüpfte Objekte an einem Link-Symbol. Der Inspector zeigt den Pfad zur Quelldatei und den aktuellen Status:

Status Bedeutung
ok Quelldatei ist unverändert verfügbar.
modified Quelldatei wurde extern geändert; AnnexDesign bietet Aktualisieren, Ignorieren oder Alle aktualisieren an.
missing Quelldatei wurde verschoben oder gelöscht; die letzte eingebettete Kopie wird als Fallback verwendet.
embedded Die Datei wurde bewusst in das Dokument eingebettet.

Ein Doppelklick auf ein verknüpftes Objekt öffnet die Quelle in der jeweiligen App (z. B. AnnexPhoto für Bilder). Über das Kontextmenü der Ebene kannst du die Verknüpfung aktualisieren, die Quelle im Finder zeigen oder das Objekt endgültig einbetten.

Grenzen: Der Live-Update erfolgt über einen File-Watcher; sehr schnelle, wiederholte externe Änderungen können zu einem einzigen Aktualisierungsdialog zusammengefasst werden. Der Rückweg in die Quell-App öffnet die Datei, schreibt Änderungen aber nicht bidirektional zurück – du speicherst in der Quell-App und bestätigst die Aktualisierung in AnnexDesign.

4.25 Bild nachverfolgen (Image Trace)

Objekt ▸ Bild tracen… wandelt Pixelbilder in Vektorgrafiken um. Der Dialog bietet Voreinstellungen für unterschiedliche Ausgangsmaterialien:

Voreinstellung Einsatz
Logo Wenige Farben, klare Kanten, typisch für Logos und Icons.
Foto Viele Farben und Farbverläufe, photorealistische Vorlagen.
Skizze Strichzeichnungen, Scans von Handzeichnungen.
Schwarzweiß Hochkontrastige Vorlagen für reine Schwarz-Weiß-Vektorergebnisse.

Nach dem Tracen entsteht eine neue Vektor-Ebene mit Pfaden, die du wie jede andere Form bearbeiten kannst. Das Originalbild bleibt als separate Ebene erhalten und kann ausgeblendet oder gelöscht werden.

Grenzen: Sehr feine Farbverläufe werden in diskrete Farbflächen übersetzt; Fotos ergeben kein fotorealistisches Vektorbild, sondern eine stilisierte Vektorversion.

5. Formate & Interoperabilität

Eigenformat .axd: Container des gemeinsamen Rust-Cores (AnnexCoreKit/AnnexDocument). Er enthält den Design-Snapshot (design.json), das Versions-/Freigabe-Manifest und die Versions-Snapshots. Speichern, „Speichern unter" und Laden sind über die Menüleiste verdrahtet.

Import:

Export: PNG (Raster), SVG (Vektorformen, Gruppen, Text inkl. textPath, Gradient-Fills als echte Gradient-Defs; Bild- und Pixel-Ebenen werden nicht exportiert), PDF (Vektor-Pipeline via Core Graphics).

Zusammenspiel mit der Suite:

6. MCP-Bedienung

Der MCP-Host läuft in AnnexHub (JSON-RPC 2.0 via STDIO) und wird von dort gestartet; AnnexDesign selbst hostet keinen Server, stellt aber Tools bereit. Damit sind die Aktionen der Suite für lokale KI-Agenten automatisierbar.

Suite-weite Tools (alle Apps):

App-spezifisches Tool:

Suite-weite Skills (Vorlagen für Agenten): suite.discover (Suite erkunden) und brandkit.apply (Brandkit anwenden – unterstützt AnnexDesign und AnnexPublish).

7. Diagnostik & Privatsphäre

AnnexDesign protokolliert Fehler und Aktionen lokal über AnnexLog (AnnexDiagnosticsKit) in rotierende JSON-Log-Dateien unter ~/Library/Logs/AnnexCREATE/AnnexDesign/, gespiegelt nach os_log (Subsystem com.annexcreative.annexdesign). Die Protokolle enthalten keine personenbezogenen Daten (PII-Filter). Die Diagnostik ist in der Entwicklungsphase per Default aktiv und in den Einstellungen (Datenschutz) abschaltbar; es erfolgt keine Übertragung. Telemetrie läuft ausschließlich per Opt-in (Default aus). Die App benötigt für den Betrieb keine Serververbindung; der Team-Workspace-Sync ist optional.

8. FAQ

In welchem Format speichert AnnexDesign? Als .axd-Container mit Design-Snapshot, Versions-/Freigabe-Manifest und Versions-Snapshots – lokal auf dem Mac.

Gibt es Undo/Redo? Ja – mit einstellbarem Limit, und das Historie-Panel zeigt alle Schritte und erlaubt den Sprung zu jedem Stand.

Kann ich SVG importieren und exportieren? Ja, mit Einschränkungen: Der Import deckt die Basiselemente ab (Pfade werden vereinfacht); der SVG-Export lässt Bild- und Pixel-Ebenen aus.

Gibt es CMYK-Export? Ja. Im Export-Dialog wählst du den Farbraum RGB, CMYK oder Graustufen, dazu DPI von 72 bis 600.

Wie gebe ich ein Design zur Prüfung frei? Über das Freigabe-Panel: Anfrage mit Prüfer und Fälligkeitsdatum anlegen, Revisionen und Kommentare sammeln – die Freigabe ist zusätzlich als Austauschformat exportierbar.

Kann ich Text auf einen Pfad legen? Ja – Text-auf-Pfad ist im Inspector verfügbar und wird im SVG-Export als textPath geschrieben.

Funktioniert die App offline? Ja. AnnexDesign ist Offline-first; der Team-Workspace-Sync ist optional und konfigurierbar, iCloud ist nicht verdrahtet.

Wo finde ich Protokolle bei Problemen? Unter ~/Library/Logs/AnnexCREATE/AnnexDesign/ (rotierende JSON-Logs).